Diagnose

Die Diagnose Gicht wird in der Regel anhand der Beschwerden der Patientin oder des Patienten sowie anhand des Erscheinungsbildes des betroffenen Gelenks gestellt. Zur Sicherung der Diagnose können verschiedene Untersuchungen beitragen:
- Gelenkflüssigkeitsuntersuchung
Bei dieser Untersuchung wird mit einer Nadel Flüssigkeit aus dem betroffenen Gelenk entnommen. Unter dem Mikroskop können darin gegebenenfalls Uratkristalle sichtbar gemacht werden. -
Blutuntersuchung
Ziel dieser Untersuchung ist es, den Harnsäurespiegel im Blut der Patientin oder des Patienten zu bestimmen.Dabei ist zu beachten, dass Blutwerte allein irreführend sein können: Manche Menschen haben erhöhte Harnsäurewerte, entwickeln aber nie eine Gicht. Umgekehrt gibt es Patientinnen und Patienten mit typischen Anzeichen und Symptomen einer Gicht, obwohl ihre Harnsäurewerte im Blut nicht auffällig erhöht sind.
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Röntgenuntersuchung
Röntgenaufnahmen der Gelenke können hilfreich sein, um andere Ursachen einer Gelenkentzündung auszuschließen. -
Ultraschall
Diese Untersuchung nutzt Schallwellen, um Harnsäurekristalle in Gelenken oder Gichtknoten (Tophi) nachzuweisen. -
Dual-Energy-Computertomographie (DECT)
Diese Untersuchung kombiniert Röntgenbilder aus verschiedenen Winkeln, um Harnsäurekristalle in Gelenken sichtbar zu machen.
Die Messung des Harnsäurespiegels ist ein wichtiger Bestandteil der Betreuung von Patientinnen und Patienten.
Auffällige Harnsäurewerte verursachen häufig keine eindeutigen Symptome. Zu niedrige Harnsäurewerte, eine sogenannte Hypourikämie, können jedoch auf andere zugrunde liegende Erkrankungen hinweisen. Zu hohe Harnsäurewerte, eine sogenannte Hyperurikämie, können im Laufe der Zeit zu Gicht oder Nierensteinen führen.

Normale Harnsäurewerte
Der größte Teil der Harnsäure löst sich im Blut, gelangt anschließend über die Nieren in den Urin und wird so aus dem Körper ausgeschieden. Ein Teil der Harnsäure wird außerdem über den Darm ausgeschieden.
Ein Harnsäurewert bis zu 7,0 mg/dl gilt als normal. Oberhalb dieses Wertes kann die Harnsäure ausfallen und Kristalle bilden.
Bei der Behandlung von Gicht wird in der Regel ein Harnsäurewert von unter 6,0 mg/dl angestrebt.
Erhöhte Harnsäurewerte
Wenn mehr Harnsäure vorhanden ist, als die Nieren ausscheiden können, spricht man von einer Hyperurikämie.
Dies kann zur Bildung von Harnsäurekristallen in den Gelenken und anderen Geweben führen. Wenn sich diese Kristalle ansammeln, können sie einen schmerzhaften Gichtanfall oder ein akutes Gichtleiden auslösen.
Nicht jeder Mensch mit Hyperurikämie entwickelt eine Gicht. Wenn sich jedoch einmal eine Gicht entwickelt hat, ist es wahrscheinlich, dass sie wiederkehrt — sofern sie nicht mit Medikamenten zur Senkung des Harnsäurespiegels behandelt wird.
Wie wird Hyperurikämie behandelt?
Gicht verstehen
Harnsäure
Harnsäure entsteht, wenn der Körper sogenannte Purine abbaut.
Entzündung & Schmerzen
Gicht gilt heute als die häufigste Form der entzündlichen Arthritis.
Auslöser und Manifstation von Gicht
Die Auslöser von Gicht können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.
Krankheitsstadien
Es ist wichtig, Gicht in allen Krankheitsstadien zu behandeln, um ein Fortschreiten zu verhindern und das Risiko weiterer Anfälle zu senken.
Häufigkeit von Gicht
Die Zahl der weltweit von Gicht betroffenen Menschen ist in den vergangenen 30 Jahren von 22 Millionen auf 53 Millionen gestiegen.